"Also, ich kann ja üüüüberhaupt nicht singen..."
Es gibt wohl kaum einen Satz, den man als Sängerin/Gesangspädagogin häufiger zu hören bekommt!
Aber was steckt eigentlich hinter dieser Behauptung/Vermutung?
Vor allem doch wohl die Vorstellung, daß Gesang etwas außerordentlich Kompliziertes ist, das nur ein paar besonders begnadeten Auserwählten
vorbehalten ist!
Ich sehe das ein wenig anders!
Fest steht, daß wir in unserem täglichen Leben weitaus häufiger "singen", als uns das selbst bewußt ist! Was ist das gerufene
"Huhu!", mit dem wir jemanden auf uns aufmerksam machen wollen, das erstaunte "Oh?", selbst ein Lachen oder Weinen, streng genommen anderes,
als ein gesungener Ton? So gesehen müßte auch jeder Mensch singen können, sofern nicht eine organische Erkrankung des Kehlkopfes vorliegt!
Mein Hauptanliegen beim Gesangsunterricht ist, die Schüler zu ermutigen, ihre Stimme als Instrument zu benutzen und als etwas ganz Natürliches zu empfinden!
Aus diesem Grund bevorzuge ich in der Arbeit mit meinen Schülern die sogenannte "funktionale" Methode, die im Wesentlichen die natürlichen Abläufe, die
wir tagtäglich beim Sprechen und Rufen anwenden, ohne uns darüber Gedanken zu machen, auf den Gesang überträgt.Ausdruck und Textgestaltung, bis hin zur szenischen Darstellung, sind ein weiterer fester Bestandteil meiner Arbeit.
Der Gesangsunterricht unterteilt sich monatlich in drei Einzelstunden (60 oder 30 Minuten, je nach Vereinbarung) und einer Unterrichtseinheit in einer kleineren
Gruppe (90 Minuten). Ich praktiziere dieses Unterrichtsmodell bereits seit mehreren Jahren und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Natürlich ist eines der
Ziele dieser Gruppenstunden das Ensemblesingen, das je nach Leistungsstand der Schüler vom einfachen Kanon bis hin zu anspruchsvolleren Chorsätzen reichen kann.
Vor allem aber bieten sie den Schülern die Möglichkeit, voneinander zu lernen. Das kann einerseits einen Ansporn bedeuten, andererseits aber auch gelegentlich
eine gewisse Beruhigung mit sich bringen: "Ich stehe mit meinem Problem nicht allein da!"
Mein Unterrichtsangebot richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene - kurz: an jeden, der Spaß am Singen hat!
"Also, jetzt lernt mein Kind erst mal Blockflöte - und dann was Richtiges!"
Auch dieser Satz, den die meisten Lehrkräfte dieses Fachs ebenso häufig wie ungern zu hören bekommen, zeugt von grundlegenden Mißverständnissen, mit denen dieses Instrument immer wieder in Verbindung gebracht wird.
Vor allem die Tatsache, daß es in vielen Schulen üblich ist, Blockflöte im Klassenverband zu unterrichten, (dies meist ohne jede Rücksicht auf Vorlieben oder Begabungen der Kinder, was häufig nicht nur zu einem recht dürftigen Ergebnis, sondern auch zu einer gewissen Lustlosigkeit, wenn nicht gar Widerwillen dem Instrumet gegenüber führt), wie auch der Umstand, daß Schülerblockflöten schon sehr kostengünstig zu erwerben sind, haben allmählich dafür gesorgt, daß die Blockflöte im Ruf steht, ein ausgesprochenes Kinderinstrument zu sein - gerade gut für die ersten musikalischen Stolperschritte, aber nicht für mehr.
Meiner Meinung nach wird dem Instrument damit aber ein großes Unrecht getan!
Man braucht nur einmal die hochvirtuose Rolle, die der Blockflöte speziell in der Barockmusik häufig zukommt, zu betrachten, um zu erkennen, daß sich eine nähere Beschäftigung mit diesem Instrument durchaus lohnen kann!
Mein Hauptanliegen beim Blockflötenunterricht ist nun kein ausgesprochenes Virtuosentum, sondern - wie auch beim Gesang - in erster Linie, die Freude am Instrument und am Musizieren zu erwecken.
Ich erteile hauptsächlich Unterricht für Anfänger, der sich, wie der Gesangsunterricht in Einzel- und Gruppenstunden unterteilen kann. Bei entsprechendem Interesse wäre auch die Einrichtung eines ständigen Blockflötenensembles denkbar.
Selbstverständlich sind auch individuelle Vereinbarungen, regulärer Unterricht in kleinen Gruppen und viele andere Varianten möglich!
Ich mache darauf aufmerksam, daß nichtwahrgenommene Stunden, die nicht einen Tag im Voraus abgesagt wurden, bezahlt werden müssen!
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